DANKESCHÖN FÜR IHRE SPENDEN

Moritz Polixa/ Juli 11, 2022/ Soziales

Bericht über die Lage der Geflüchteten und der Spendenempfänger in Charkiw

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die in der Friedel-Eder-Schule untergebrachten Familien bekommen Routine und Alltag in ihr Leben. Die Kinder sind registriert und fühlen sich ihren Klassengemeinschaften zugehörig. Allmählich stecken sie ihre Fühler nach etwas Perspektive aus. Unser Helferkreis bietet ihnen einen Deutsch-Intensivkurs. Das soll sie unterstützen, wenn sie einmal Arbeit finden wollen. Die Lichtblicke sind eine große Erleichterung und machen Hoffnung. Doch Traumata sind allgegenwärtig. Nachrichten von dem Krieg in der Heimat machen Gesichter blass und Blicke leer. Kinder fallen in stille Traurigkeit. Andere Wunden sind weniger offensichtlich. Mit unserer russischsprechende Psychologin konnten Sasha und seine Mutter, die neben der Küche untergebracht sind, ausmachen, dass sie die lauten Küchengeräusche an Bomben erinnern und in schiere Panik versetzen.

Der Gedanke, bald nach Charkiw zurückkehren, wird selten ausgesprochen. Anders als in Kiew, wohin bereits Geflüchtete zurückgekehrt sind, ist die Lage dort schlimmer denn je. Trotz des russischen Rückzugs, herrschen entsetzliche Zerstörung und katastrophaler Mangel. Zwar ermöglicht der wiederaufgenommene Busverkehr Mobilität, doch seit wieder Bomben fallen, kann man sich nicht angstfrei bewegen. Angelika, eine Kollegin vor Ort, berichtet von täglichen Einschlägen und unendlichem Chaos. Da sie drei Herzinfarkte hatte, gilt sie als bedürftig und hat Anspruch auf Hilfsgüter. Diese teilt sie mit ihren Nachbarn und befreundeten Familien, die nichts bekommen. Valeriya, die Schulleiterin unserer Partnerschule in Charkiw, teilt die Geldüberweisungen mit ihren Kollegen und Eltern ihrer Schüler. Mangel an Grundnahrungsmitteln, aber vor allem an Trinkwasser, bringt die Menschen an den Rand der Verzweiflung. Medikamente werden, wenn überhaupt, nur mit der Post aus anderen Städten geschickt.

Die in München untergekommenen Mütter können mit ihren behinderten Kindern also (noch) nicht zurück. Sie brauchen eine Perspektive für sich und ihre Heimat. Dafür wollen sie arbeiten. Die Mutter von Sasha ist Psychologin und Ergo-Therapeutin, hat aber ohne Sprachkenntnisse und Anerkennung ihrer Papiere keine Möglichkeit eine Arbeit zu finden. Auch die anderen Frauen, die Verkäuferinnen waren, wollen deutsch lernen und arbeiten. Außerdem suchen sie Wohnraum. Sobald die Schule in Charkiw wieder öffnen kann, werden Mittel für den Aufbau und die Eingliederung der Menschen benötigt.

Ihre Spendengelder, liebe Spender der Gaertner Stiftung, sichern nach wie vor das Überleben der Menschen in Charkiw und helfen den nach München gekommenen Familien. Dort ermöglichen sie Zugang zu Nahrung und Medikamenten. Hier ermöglichen sie Sprachkurse, psychologische Betreuung, Fahrten zu Behörden und einen Rollstuhl für Sasha, ohne den er nicht leben kann!

Sie haben mit Ihrer Geldspende Menschen in Charkiw und hier ein Weiterleben ermöglicht. Dafür dankt Ihnen der Helferkreis von ganzem Herzen!

 

Bankverbindung für das Spendenkonto der Gaertner Stiftung

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