HNO-ärztliche Unterstützung und Fotodokumentation in den Flüchtlingslagern auf der Insel Lesbos

HG/ April 23, 2021/ Gesundheit

HNO-ärztliche Unterstützung und Fotodokumentation in den Flüchtlingslagern auf der Insel Lesbos

Projekt der Gaertner Stiftung für Gesundheit, Soziales und Kultur in Zusammenarbeit mit der HNO-Klinik Dr. Gaertner und Ärzte der Welt e.V.

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Situation:

Trotz der europäischen Versuche, die Zahl der Migrant*innen nach Griechenland zu verringern, sind Schätzungen zufolge noch immer fast 115.600 Geflüchtete in Griechenland. Davon leben rund 41.200  auf den griechischen Inseln (United Nations, Januar 2020), meist unter katastrophalen Bedingungen.

Es sind vor allem junge Familien und Kinder, die in ungeheizten Zelten leben, ohne ausreichenden Zugang zu warmem Wasser, Essen, Hygienevorrichtungen oder Schulbildung. Sie mussten nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf der Ägäisinsel Lesbos in das neu errichtete Camp Kara Tepe umziehen. Dem Wetter sind sie schutzlos ausgeliefert. Dazu kommt, dass ein großer Teil der rund 7.500 Bewohner*innen aufgrund traumatischer Erfahrungen psychisch belastet oder erkrankt sind. Die unmenschlichen Lebensumstände fördern Gewalt gegen die Verletzlichsten unter den Geflüchteten. Vor allem sexuelle Gewalt gegen Frauen ist erschreckend verbreitet.

Ärzte der Welt bemüht sich, den Bewohner*innen im neuen Übergangscamp zumindest eine grundlegende medizinische Versorgung anzubieten.

Quelle: MdM Greece
Quelle: MdM Greece
Quelle: MdM Greece

Projekt:

Die griechische Sektion des weltweit agierenden Vereins Ärzte der Welt ist seit 2015 auf der Insel Lesbos aktiv. Aufgrund der Altersstruktur der geflohenen Personen auf der Insel (3% >60 Jahre, 8% 40-59 Jahre, 52% 20-39 Jahre, 37% 0-19 Jahre) stehen die Fachbereiche Pädiatrie, Gynäkologie und Allgemeinmedizin im Vordergrund. Da eine Vielzahl der Akutbehandlungen im Bereich der Atemwege stattfindet, kann Frau Dr. Gaertner mit ihrer Expertise als Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde tätig werden.

Aufgrund der aktuellen Pandemielage sowie politischer Bestimmungen ist der mediale Fokus von der aktuellen Situation in den Flüchtlingscamps abgerückt. Vielmehr scheint die Aufmerksamkeit auf die prekären Verhältnisse vor Ort nicht gewollt, was sich beispielsweise in verweigerten Zutrittsrechten für Journalisten in die Gebiete äußert. Nichtsdestotrotz scheint uns eine Ausweitung des öffentlichen Interesses auf die Missstände notwendig.

Deshalb wird der Fotograf Christopher Schmid diese Arbeit sowie die Lage vor Ort zusätzlich in Bildern festhalten.

Im Anschluss ist eine Fotoausstellung in den Räumen der Gaertner Stiftung bzw. der HNO-Klinik Dr. Gaertner geplant, die das Projekt finanziell unterstützen.

Auch Sie können einen hilfreichen Beitrag leisten. Durch Ihre Unterstützung können dringend benötigte Medikamente (z.B. Antibiotika) und medizinische Instrumente zur Verfügung gestellt werden.

Spenden Sie hier für Medikamente, medizinische Instrumente und medizinische Versorgung der Bewohner*innen der Flüchlingscamps

Verwendungszweck (Nachricht): Projekt Lesbos

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