Interview zur Mensch-KI Interaktion mit Louis Longin

Interview zur Mensch-KI Interaktion mit Louis Longin

Interview zur Mensch-KI Interaktion mit Louis Longin Louis Longin  promoviert an der Ludwig-Maximilians-Universität im Bereich der Philosophie zu Wahrnehmung bei der Künstlichen Intelligenz und dem Menschen. Heutzutage kann ein Radiologe mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) Tumore früher erkennen. Die Nutzung von KI ist aber nicht unproblematisch: Sie erschwert die Frage nach der moralischen Verantwortung. Ist der Arzt verantwortlich, wenn er sich auf die Empfehlung der KI verlässt oder der Computer? Eine mögliche Antwort liefert eine philosophische Reflexion über Mensch-KI Interaktion. In diesem Interview wird Louis Longin Fragen zur KI in Bezug auf den jetzigen Forschungsstand beantworten. https://youtu.be/geCoA4L9G8w Weitere Übungen, Interviews und interessante Vorträge finden Sie auf dem YouTube Kanal der Gaertner Stiftung https://www.youtube.com/channel/UCtzNCNOc78pQeoWh2YuGqgA

Diversity Management als Chance für Unternehmen und Gesellschaft

Diversity Management als Chance für Unternehmen und Gesellschaft

Managing Diversity – der Umgang mit Vielfalt Diversity Management als Unternehmensstrategie und Managementsystem wird oft definiert als die gezielte Wahrnehmung und das bewusste Wertschätzen und Nutzen von Unterschieden (Gardenswartz und Rowe 2002, S. 8; Bendl 2004, S. 58; Pauser und Wondrak 2011, S. 27). In den letzten Jahren haben immer mehr Betriebe das Diversity Management und eine Betriebliche Gesundheitsförderung in ihre Organisation integriert. So können Potenziale von Mitarbeiter*innen und Unternehmen gefördert werden und in Form von Unternehmensstrategien auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen reagieren. Die antidiskriminatorische Praxis und diversitätsorientierte betriebliche Gesundheitsförderung bieten so eine gute Grundlage für eine Umsetzung im Betrieb. https://www.youtube.com/watch?v=pgrNKRvUFM8 Der Umgang mit Vielfalt, auch Managing Diversity genannt, soll Bedingungen schaffen oder verbessern, unter denen alle Beschäftigten ihre Leistungsfähigkeit und -bereitschaft uneingeschränkt entwickeln und entfalten können. Eine vielfältig zusammengesetzte Belegschaft kann ein wichtiger Wettbewerbsfaktor sein, aber nur, wenn mit dieser Vielfalt richtig umgegangen wird.…

Interview zum Thema „hören – zuhören – verstehen“ in Beziehungen mit Susanne Paul

Interview zum Thema „hören – zuhören – verstehen“ in Beziehungen mit Susanne Paul

Interview zum Thema „hören – zuhören – verstehen“ in Beziehungen mit Susanne Paul Susanne Paul, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Paartherapeutin, hätte einen Vortrag mit dem Thema „hören – zuhören – verstehen“ in der Gaertner Stiftung gehalten. Dieser konnte leider nicht stattfinden. Daher freuen wir uns sehr, dass wir in dem Interview mit Susanne Paul einige Antworten auf Fragen zu dem Vortragsthema erhalten, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Beziehungen sind ein wesentlicher Bestandteil eines erfüllenden Lebens. Wie gelingen sie? Wie gelingen Sie nicht? Welche Rolle spielt die Kommunikation in Beziehungen? Der Umgang mit WhatsApp, SMS und E-Mail hat den Austausch von Informationen und das Miteinanderreden stark verändert. Ungenaue und stark verkürzte Formulierungen sowie unkonzentriertes Zuhören sind die Folge. Was bedeutet das für meine Beziehung? Was macht eine gute Kommunikation aus und wie wichtig ist richtiges Zuhören für eine gute Beziehung? Durch die Corona…

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in der HNO Medizin:

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in der HNO Medizin:

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in der HNO – Heilkunde: wie TCM wirkt und zur Heilung verhelfen kann Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO-Heilkunde) der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) hat ihren Ursprung in der Periode der Streitenden Reiche Chinas (das Jahr 475-221 vor Christus) und ist seit zweitausend Jahren in der chinesische Zivilisation verankert. Inzwischen entwickelt sich ein dialektisches Denken. Behandelt werden sowohl Symptome als auch Krankheitsursachen. Diese werden kombiniert mit Präventivmaßnahmen und langfristigen Therapien. Die TCM beruht auf einem systematischen und körperlich-ganzheitlichem Therapiekonzept.  Das „energetische Durchgängigsein“ zwischen fünf Körperöffnungen (Zungen, Augen, Hals, Nase, Ohren) und den fünf inneren Organen (Herz, Leber, Milz, Lunge, Niere) sind die zentralen Elemente der TCM. Der Milz wird eine zentrale Rolle zugeschrieben: für die Energiebildung(Qi), für die Blutbildung (Xue), für das Verteilen der Energie, für den Transport von Flüssigkeit und für eine gesunde Immunabwehr (Weiqi). Erkenntnisse der asiatischen Heilkunst (TCM) und der…

Pandemie der Bildschirme: wie Corona die digitalisierte Gesellschaft fördert

Pandemie der Bildschirme: wie Corona die digitalisierte Gesellschaft fördert

Der Ausbruch der Corona- Pandemie, der damit verbundene Lock-Down, Homeschooling, die Vermehrung von Homeoffice und die Digitalisierung unserer sozialen Kontakte werfen neue Fragen für die ganze Gesellschaft im Umgang mit der digitalen Realität auf. Die epedemieartig anwachsende Zeit vor den Bildschirmen, dringende, stressige Online-Konferenzen, verunsichernde neue digitale Kommunikationsformen und die damit verbundene menschlichen und sozialen, aber auch rechtlichen Probleme lassen sich nicht länger ignorieren oder klein reden. Die Beratungsstelle für Medientherapie an der Kilian Gaertner Stiftung für Gesundheit, Soziales und Kultur bietet Hilfe und Unterstützung im Bereich der digitalen Kommunikation, für Eltern, im Bildungsbereich als auch bei der beruflichen Nutzung. Seit 2018 beschäftigen wir uns mit den verschiedensten Themen rund um das Thema Digitalisierung und bieten ausführliche Beratung an. Hier geht es um – Medienabhängigkeit und suchtartige Erscheinung – Medienkompetenz und Medienpädagogik – Digital Detox, Digital Wellbeing, Digitale Entwöhnung These: Die neuen, sehr potenten…

Fernsehen, Internet, Handy – wie Bildschirme das Leben unserer Kinder bestimmen

Fernsehen, Internet, Handy – wie Bildschirme das Leben unserer Kinder bestimmen

Fernsehen, Internet, Handy – wie Bildschirme das Leben unserer Kinder bestimmen Insbesondere während der Coronazeit ist das Handy und viele, sonstige Unterhaltungsmedien unverzichtbar geworden. 24/7 ist es in unseren Gedanken und bestimmt unser tägliches Tun: morgens schon der erste Blick auf’s Handy, Nachrichten schreiben, Instagram-Bilder liken, die neusten Nachrichten lesen oder ein digitales Lernprogramm für die Kleinen runterladen. Doch gibt es Alternativen? Natürlich! Und was sollten wir tun, um unsere Kinder weg vom Bildschirm zu bekommen? 1. Beschränken Sie die Bildschirmzeit 2. Bestimmen Sie, wann Bildschirme genutzt werden dürfen 3. Gamen Sie mit Ihrem Kind 4. Es kommt auf die Inhalte an: Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, dass es Computer oder Tablet für Tätigkeiten nutzt, die Ihnen sinnvoll erscheinen 5. Seien Sie das Vorbild: Handy weg beim Essen, Gehen oder während gezielter Familienzeit 6. Aus den Augen, aus dem Sinn: lassen Sie die Gerate nicht rumliegen, sondern verstauen Sie…

SINN@Wandel

SINN@Wandel

Sinn@Wandel (als Stiftungsmotiv) Um zu einer wirksamen Profilierung unseres Stiftungmotivs zu gelangen sollten wir doch (nochmal) von den gedanklichen Problemen des sog. „bio-psycho-sozialen Menschenbildes“ ausgehen: Dieses wird aktuell der Mehrzahl aller Versuche einer „ganzheitlichen“ (?) Erweiterung eines (Bloss) naturwissenschaftlichen Erklärungsansatzes zugrunde gelegt. Wird dadurch aber die gedankliche und gefühlsmäßige „Lücke“ geschlossen, die seit den Zeiten der goetheanistischen Weltanschauen und dessen phänomenologischen Wissenschaftsansatzes besteht? Wird die Lücke zwischen Denken und Schauen (in etwas anderer Sprechweise: subjektiver und objektiver oder wissenschaftlicher und künstlerischer Auffassung von Welt) schon geschlossen? Oder herrscht nicht weiterhin Ent-Fremdung zwischen Subjekt und Welt? Zur Erinnerung: Unsere Stiftung basiert wesentlich auf den praktisch-therapeutischen Behandlungserfolgen der BETHS einer multimodalen, HNO-psychosomatischen Behandlung für komplexes Sinnesstörungen. Dabei steht die Behandlung der Sinne nicht nur im Mittelpunkt der Therapie sondern wir sehen „die Sinne“ als ein in Herkunft und Qualität seiner Wirkung eigenständiges Modul an, neben dem…

Narzissmus und Selfies liegen nah beieinander

Narzissmus und Selfies liegen nah beieinander

Mit Narzissmus verbindet man viel. Den Ursprung hat das Ganze in der griechischen Mythologie, als der schöne Jüngling sich in sein eigenes Spiegelbild an einer Quelle verliebte und die Liebe anderer immer wieder zurückwies. Bei den Versuchen sein Spiegelbild in der Quelle zu greifen, verzweifelte er und der Sage nach starb er folglich an der Quelle. Narzissmus in der heutigen Zeit zeigt sich in vielen Facetten. Interessant zu beobachten ist das Phänomen „Selfie“. Menschen stellen sich selbst in den Mittelpunkt der Betrachtung und zelebrieren sich und Ihren Körper bis auf das Äußerste. Weltweit erhöhen sich die Unfälle beim „Selfie-Schießen“ und in Indien wird jetzt sogar massiv Alarm geschlagen. Auf der Suche nach dem spektakulärsten Bild riskieren jungen Erwachsene ihr Leben. Der indische Staat steckt Selfie-Gefahrenzonen ab und hat in den vergangenen Jahren Foto-Verbote an ausgewiesenen Plätzen ausgesprochen. Ein neuer Begriff der „Killfies“ etabliert sich gerade…

Analoge Eltern – digitale Kinder?!

Analoge Eltern – digitale Kinder?!

„Die virtuelle Welt verändert die reale Welt“, sagt Professor Petter Wippermann, der sich mit Trendforschung beschäftigt. Wippermann besitzt ein sog. Trendbüro in Hamburg, was als Beratungsunternehmen für gesellschaftlichen Wandel dient. Mit diesem Schwerpunkt wurde er auch zum diesjährigen fit2future-Kongress eingeladen, der zusammen mit der Cleven-Stiftung sich seit 2004 für die Gesundheitsförderung von Kindern einsetzt. Das Gesundheits- und Präventions-Projekt hat das Ziel, die Lebensgewohnheiten und Lebensstile von Kindern nachhaltig positiv zu beeinflussen, gegebenenfalls zu ändern und zu verbessern. Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) begleitet den fit4future-Kongress seit 2013 als strategischer und inhaltlicher Partner. Als Kompetenzpartner unterstützt den Kongress seit 2016 die Krankenkasse DAK-Gesundheit. Die Themen des fit4future-Kongresses passen auch zusammen mit den Sorgen der Eltern und Einschätzungen der Experten: Was sind die Konsequenzen der Digitalisierung auf das Aufwachsen von jungen Menschen? Beispielsweise wird Sport immer weniger im Team oder in der Mannschaft betrieben sondern alleine, an…

Massenvereinsamung und Sinnesüberreizung – Weniger Handy und Mehr Familie als beste Lebensversicherung in unsicheren Zeiten

Massenvereinsamung und Sinnesüberreizung – Weniger Handy und Mehr Familie als beste Lebensversicherung in unsicheren Zeiten

In der großen Stadt und doch alleine. Davon erzählen die Menschen immer wieder. Und das Gefühl der Einsamkeit trotz der vielen Kontakte hat bestimmt jeder von uns mal erfahren. “Der Moderne Mensch droht in der Masse zu vereinsamen. Massenvereinsamung ist das größte Zukunftsparadox, weil echte Bezugspersonen und tiefere Beziehungen fehlen”, schreibt Opaschowski in seinem neuen Buch “Wissen, was wird”. Trotz Vernetzung durch die neuen Medien, wolle die jüngere Generation sich nicht mehr binden, weder in Beziehungen, noch durch ein soziales Engagement. In Umfragen gäben Jugendliche an, sie hätten keine Zeit. Besonders ältere Menschen sind von der Kontaktarmut betroffen. Als Ursache dafür sieht Opaschowski die neuen Medien. Diese seien auch verantwortlich an einer sog. Sinnesüberreizung. Auch die Entwicklung von Kindern werde nachhaltig beeinträchtigt und Gewalt und Aggressivität gehören inzwischen zum Alltag. Opaschowski hat in einer Umfrage seines Instituts für Zukunftsforschung ein repräsentatives Ergebnis erzielt: 79…

DIE KULTURSTATION – ALLE SINNE IM GLEICHGEWICHT

DIE KULTURSTATION – ALLE SINNE IM GLEICHGEWICHT

Die KulturStation ist ein Projekt der Gaertner Stiftung für Gesundheit, Soziales und Kultur, das in enger Zusammenarbeit mit der HNO-Klinik Dr. Gaertner gegründet wurde. Die Klinik ist seit über 65 Jahren eine der führenden Fachkliniken für HNO-Medizin in München und verfügt über vielseitige Therapiemöglichkeiten mit ganzheitlichem Ansatz zu allen HNO-Erkrankungen. Das Programm der Gaertner Stiftung stellt eine Erweiterung und Vervollständigung der Therapien und Maßnahmen der HNO-Klinik dar, um als Patient oder Betroffener auch in der Nachsorge etwas für sich tun zu können. Seit dem Jahr 2012 führt die KulturStation Ihr Programm in den Räumlichkeiten der Klinik durch und realisiert dabei ein vielfältiges Kurs-, Veranstaltungs- und Informationsangebot. Durch die Unterstützung der Stiftung kann das Programm teilweise kostenfrei oder zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Der Aufruf zum bewussten Umgang mit unseren Sinnen – dem Tor zur menschlichen Innenwelt – stellt sowohl für die Klinik, als auch für die Stiftung eine wichtige Grundlage ihrer Arbeit…

Depression ist multifaktoriell: Netflix-Kinder sind eher gefährdet

Depression ist multifaktoriell: Netflix-Kinder sind eher gefährdet

Geschrieben von: Diana Vrbic Früher war der Vergleich mit seinen Gleichaltrigen noch ganz banal und analog. In der Klasse oder Schule gab es die Skater, die Hippies, die HipHop’er, denen man einfach nacheifern konnte und sich glücklich schätzte, wenn sie einen ansahen oder man Teil dieser Gruppe wurde. Nun ist es anders. Die sog. “Peergroup” der Jugendlichen der sie sich zugehörig fühlen, bewegen sich heute in den Weiten des Netzes. Aus den zwei Stars oder fünf coolen Leuten an der Schule sind plötzlich hunderte geworden. Dies erhöht massiv den Druck auf das eigene Ego. Erreichst du keine Likes, bekommst du innerhalb deiner Gruppe keine Anerkennung. Der soziale Vergleich im Netz ist unendlich und unüberschaubar geworden und der Einzelne kann sie realistisch gar nicht erreichen. Das Fachjournal JAMA (Journal of the American Medical Association) veröffentliche kürzlich eine Studie (Untersuchungszeitraum 2012-2018) mit über 3.800 Heranwachsenden im…

Digitalisierung als Mörder der Muße

Digitalisierung als Mörder der Muße

Geschrieben von: Diana Vrbic „Die Muße ist die Schwester der Freiheit“, sagte Aristoteles einst. Heutzutage ist der Begriff in Vergessenheit geraten und das passende Gefühl dazu sowieso. Und wer die Muße nicht kennt, wie können wir dann frei sein? Zeitforscher Hartmut Rosa beschreibt es wie folgt: „Sieben Uhr früh: der erste Blick aufs Handy. Schnell die ersten Emails lesen und Facebook checken; lesen wie das Wetter wird; was sagen die Nachrichten? Alle Infos auf einem kleinen Bildschirm- schnell und kompakt. In der Bahn rund um mich stumme Menschen mit gesenktem Kopf. Im Büro wartet dann ein größerer Bildschirm auf mich, den ich für die nächsten neun Stunden anstarren werde. Abends gucke ich mir einen Film an und telefoniere dabei noch ein bisschen”. Der Mensch mit dem gesenkten Blick und der Bildschirm als “Monokanal zur Welt“, so charakterisiert Hartmut Rosa die Moderne Gesellschaft. Er stellt fest,…

Briefwechsel mit meinem Vater und seiner Furcht vor der Digitalen Zukunft

Briefwechsel mit meinem Vater und seiner Furcht vor der Digitalen Zukunft

Die Kilian Gaertner Stiftung ist 2010 mit dem Ziel entstanden, die „Chancen und Risiken“ der Digitalisierung zu hinterfragen. Damals konnte ich die Bedenken meines Vaters nur bedingt teilen. Heute, fast 10 Jahre später, sind mir die Chancen und Risiken um einiges bewusster geworden, und so habe ich mir zur Aufgabe gemacht die sog. “Altherren-Argumente” meines Vaters auf mein eigenes Leben, die Technik und Trends meiner Generation zu beziehen. Was ich fand, war durchaus erstaunlich und auch, wenn wir heute schon anfangen darüber nachzudenken, scheinen die Risiken ja erst mal nicht lebensbedrohlich. Erst die Diskussionen mit meinem Vater, und meine Erfahrungen in dem Sektor haben mir einen neuen Blickwinkel aufgeworfen. Risiken und Chancen der Digitalisierung Klar ist, die Erfindung der Digitalen Technik bringt ähnlich, wie die Erfindung des Buchdrucks, eine grundlegende Veränderung der vorherrschenden Kultur und Lebenswelten mit sich. Für meine Generation ist die permanente…

Digitaler Wandel als Gesellschaftssituation – Herausforderungen für Mensch, Gesellschaft und Pädagogik

Digitaler Wandel als Gesellschaftssituation – Herausforderungen für Mensch, Gesellschaft und Pädagogik

Ich möchte als Leiter und Gründer der GKS-Stiftung für alle, die 2019 an der Profilierung und Vertiefung des Verständnisses unserer Stiftung für „Gesundheit, Kultur und Soziales“ mitwirken wollen, diesen Vortrag in seine für mich wegweisenden und diskussionswürdigen Thesen zusammenfassen (gehalten von Robin Schmidt am 22.09.2017 im Goetheanum / Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach/ Schweiz). Zugleich liegt ein weiterer Schwerpunkt auf den Grundsätzen der anthroposophischen Geisteswissenschaft, um für ein klareres Verständnis der Chancen als auch Gefahren einer Digitalisierung unserer Lebenswelten hinzuweisen. Herr Schmidt knüpfte an die These des ital. Philosophen G. Agamben an, wonach die digitale Technik heute eine neue Position einnimmt, die weiterführend die Erfindungen des Buchdrucks oder später der maschinellen Technik bedient. Die Ansätze dieser ‘”Disruption” – eine gänzliche oder teilweise Verdrängung der bestehenden Technologien bzw. Prozesse hin zu einer neuen Technologie – bewirkt nebenbei eine Weiterführung der vorherrschenden Kultur und Tradition. Diese…